Welches Teil ist das?
In der Instandhaltung kostet diese Frage Stunden. Wer die Artikelnummer nicht im Kopf hat, blättert im Ordner, läuft ins Regal oder fragt den Kollegen, der seit zwanzig Jahren dabei ist. Ist der im Urlaub, steht die Maschine länger.
DiGiTAL TWiN SEARCH beantwortet die Frage mit dem Handy. Sie laden Ihre STEP-Bibliothek hoch, fotografieren das Teil auf der Werkbank und bekommen Artikelnummer, Lagerort und das 3D-Modell.
Wie die Erkennung funktioniert
Die Arbeit passiert beim Hochladen, nicht beim Suchen. Jede STEP-Datei wird vermessen, in ein Dreiecksnetz überführt und aus 48 Richtungen gerendert: 42 gleichmäßig über die Kugel verteilt, sechs entlang der Achsen.
Weil ein Werkstattfoto anders aussieht als ein sauberes Rendering, entstehen aus jedem Blickwinkel zusätzlich 2 fotoähnliche Varianten mit leichter Verkippung, Reflexen und Bildrauschen. Ein Bauteil ist damit durch 144 Vergleichsbilder beschrieben. Aus jedem entsteht ein Zahlenvektor der Form; Farbe, Beleuchtung und Öl auf der Oberfläche gehen darin nicht ein.
Ihr Foto läuft denselben Weg: Hintergrund entfernen, weiß hinterlegen, Vektor bilden. Die Suche ist danach ein Abstandsvergleich in der Datenbank.
Zwei Ausführungen, ein Foto
Ein Foto sagt nichts über die Größe. Die 40er und die 60er Ausführung eines Winkels sehen im Sucher identisch aus, und genau da liegen die teuren Verwechslungen.
Legen Sie deshalb einen ArUco-Marker mit 50 Millimetern Kantenlänge neben das Teil. Die Suche rechnet aus dem Marker die echten Kantenlängen zurück und verwirft jeden Kandidaten, der um mehr als zwölf Prozent daneben liegt. Ohne Marker funktioniert die Suche weiterhin, sie sortiert dann nur nach Form.
Warum sich das rechnet
Der Kollege, der jedes Teil kennt, ist der schnellste Weg zur Artikelnummer — solange er da ist. Ohne ihn beginnt die Suche im Ordner, im Regal oder im Telefonat mit dem Einkauf.
Gemessene Antwortzeit der Suche. Der Vergleichswert ist ein Erfahrungswert aus der Instandhaltung, die Balken sind nicht maßstäblich. Bei 20 Fällen im Monat und 60 Euro Stundensatz stehen dem Abo rund 300 Euro gesparte Arbeitszeit gegenüber — die vermiedene Fehlbestellung noch nicht gerechnet.
Nichts am Bauteil vorbereiten
Die Suche arbeitet mit den CAD-Daten, die in der Konstruktion ohnehin liegen. Kein Aufkleber, kein Etikett, kein Nachpflegen im Regal.
Jeder darf suchen
Nutzer werden nicht gezählt. Ob drei Meister oder die ganze Frühschicht das Handy in die Hand nehmen, ändert den Preis nicht.
Kein IT-Projekt
Browser auf Handy, Tablet oder Rechner. Keine App im Store, keine Installation auf Firmengeräten, keine Freigabe durch die IT-Abteilung.
Ihre Geometrie bleibt hier
Server in Frankfurt am Main, Datenhaltung in der EU. STEP-Dateien verlassen das System nicht, und jede Organisation sieht ausschließlich den eigenen Bestand.
Die Version von 2019 klebte Marker auf jedes Teil
Den ersten Anlauf hat EXCIT3D für die Berger Gruppe in Wuppertal gebaut. Damals wurde jedes Bauteil mit einem physischen Marker versehen und über die Kamera vermessen. Das lief, war aber auf vorbereitete Teile beschränkt: Was niemand beklebt hatte, war nicht auffindbar.
Die heutige Version verlangt keine Vorbereitung am Bauteil. Sie braucht die CAD-Daten, die in der Konstruktion ohnehin liegen. Der Marker ist vom Zwang zur Option geworden.
Was die Suche nicht kann
Teile, die sich nur in der Bohrungstiefe oder in einer Innenkontur unterscheiden, sieht die Kamera von außen nicht auseinander. Solche Paare landen beide in der Trefferliste, und die Entscheidung bleibt bei Ihnen.
Blank polierte und stark spiegelnde Flächen erschweren das Freistellen vom Hintergrund. Gegenlicht und ein unruhiger Untergrund kosten Trefferquote — eine helle Werkbank ist die halbe Erkennung.
Und was nicht als STEP in der Bibliothek liegt, wird nicht gefunden. Die Suche erfindet keine Bauteile.
Preise
Ein Preis für das ganze Werk
Abgerechnet wird nach der Größe Ihrer Bibliothek, nicht nach Arbeitsplätzen und nicht nach Suchen. Beides ist in jedem Tarif unbegrenzt, weil eine Bauteilsuche nur nützt, wenn sie jeder benutzt.
Werkstatt
149 € / Monat
oder 1.490 € im Jahr — zwei Monate frei
Für eine Instandhaltung mit überschaubarem Teilespektrum.
- 1.000 Bauteile
- 3 Bibliotheken
- Unbegrenzte Nutzer und Suchen
- Support per E-Mail, Antwort am nächsten Werktag
Betrieb
Empfehlung399 € / Monat
oder 3.990 € im Jahr — zwei Monate frei
Für Betriebe, die ihren ganzen Bestand abbilden wollen.
- 10.000 Bauteile
- Bibliotheken ohne Begrenzung
- Unbegrenzte Nutzer und Suchen
- Support per Telefon und E-Mail
- Begleiteter Erstimport
- Eigene Bibliothek je Werk, Anlage oder Lieferant
Enterprise
auf Anfrage
Umfang und Laufzeit nach Bedarf
Für Konzerne und alles, was nicht in ein Raster passt.
- Bauteile ohne Begrenzung
- Bibliotheken ohne Begrenzung
- Unbegrenzte Nutzer und Suchen
- Betrieb im eigenen Rechenzentrum möglich
- Abnahmetest mit Ihren Bauteilen
- Reaktionszeiten nach Vereinbarung
Erst ausprobieren, dann entscheiden
Schicken Sie uns bis zu 100 STEP-Dateien aus Ihrem Bestand. Wir lesen sie ein, Sie fotografieren 30 Tage lang die zugehörigen Teile. Kostenlos und ohne Vertrag.
Einrichtung nach Aufwand
Der Erstimport hängt davon ab, wie Ihr Bestand aussieht: Dateimenge, Baugruppentiefe und wie vollständig Artikelnummern vorliegen. Wir sehen Ihre Daten an und nennen vorher einen Betrag. Alle Preise zzgl. Umsatzsteuer.
Technische Daten
- Blickwinkel je Bauteil
- 48 — 42 Fibonacci-verteilt, 6 achsparallel
- Vergleichsbilder je Bauteil
- 144 — je Blickwinkel ein Rendering und 2 fotoähnliche Varianten
- Rendering
- 518 × 518 px, WebP, weißer Hintergrund
- Bildmodell
- DINOv2-base, 768 Dimensionen
- Vektorsuche
- PostgreSQL mit pgvector, HNSW, Cosine
- Maßfilter
- ArUco 4 × 4, 50 mm Kantenlänge, Toleranz ±12 %
- Antwortzeit
- rund 1,2 Sekunden je Suche
- Bibliotheksgröße
- bis 10.000 Bauteile je Mandant, darüber auf Anfrage
- Upload
- STEP, IGES, ZIP-Sammlungen bis 200 MB, Metadaten per CSV
- Serverstandort
- Frankfurt am Main, Datenhaltung in der EU
- Geräte
- Browser auf Handy, Tablet und Desktop, keine App-Installation
Häufige Fragen
- Was ist DiGiTAL TWiN SEARCH?
- DiGiTAL TWiN SEARCH ist eine Bauteilerkennung von EXCIT3D. Unternehmen laden ihre STEP-Bibliothek hoch. Wer ein unbekanntes Teil fotografiert, bekommt Artikelnummer, Lagerort und das 3D-Modell aus dem eigenen Bestand.
- Wie erkennt die Software ein Bauteil auf einem Foto?
- Beim Hochladen wird jede STEP-Datei vermessen, tesseliert und aus 48 Richtungen gerendert. Jeder Blickwinkel wird zusätzlich als zwei fotoähnliche Varianten gespeichert, also 144 Vergleichsbilder je Bauteil. Aus jedem entsteht ein Formvektor mit DINOv2. Das Foto läuft denselben Weg: Hintergrund entfernen, weiß hinterlegen, Vektor bilden. Die Suche ist ein Cosinus-Vergleich in PostgreSQL mit pgvector.
- Brauche ich Marker auf den Bauteilen?
- Nein. Marker sind optional. Ohne Marker sortiert die Suche nach Form. Ein ArUco-Marker mit 50 mm Kantenlänge neben dem Teil liefert echte Maße; Kandidaten, die um mehr als zwölf Prozent daneben liegen, fallen raus.
- Welche Dateiformate kann ich hochladen?
- STEP, IGES sowie ZIP-Sammlungen bis 200 MB. Metadaten wie Artikelnummer und Lagerort kommen per CSV. Die Originalgeometrie bleibt intern; an Dritte gehen keine STEP-Dateien.
- Wo werden die Daten gespeichert?
- Auf Servern in Frankfurt am Main. Die Datenhaltung liegt in der Europäischen Union. Jede Organisation sieht nur den eigenen Bestand, auch bei der Suche.
- Was kann die Suche nicht erkennen?
- Unterschiede, die von außen unsichtbar sind — etwa Bohrungstiefe oder Innenkontur. Stark spiegelnde Flächen, Gegenlicht und ein unruhiger Untergrund senken die Trefferquote. Teile, die nicht als STEP in der Bibliothek liegen, werden nicht gefunden.
- Was kostet DiGiTAL TWiN SEARCH?
- Der Tarif Werkstatt kostet 149 Euro im Monat und umfasst 1.000 Bauteile, der Tarif Betrieb 399 Euro im Monat für 10.000 Bauteile. Nutzer und Suchen sind in jedem Tarif unbegrenzt. Bei Jahreszahlung sind zwei Monate frei, größere Bestände auf Anfrage. Alle Preise zzgl. Umsatzsteuer.
Der Test läuft mit Ihren eigenen Teilen
Eine Vorführung an fremden Bauteilen sagt wenig. Schicken Sie uns Ihren Bestand, dann sehen Sie an Ihren eigenen Daten, wie gut die Erkennung trifft — und woran sie scheitert.
